Wiek auf Rügen (Halbinsel Wittow)
2 Bodden vor Ort von Angelurlaub.de getestet

Angelzeit: 3 Tage im September 2001, jeweils von 10.00 bis 13.00 (bin Langschläfer) und 16.00 bis 18.30 (Büchsenlicht). Fazit: 1990 sprangen die Hechte noch in den Kescher. Heute sind noch viele Fische da, aber man muss sie sich erarbeiten beim Spinnfischen oder Absitzen beim Posen- oder Grundfischen.

Hallo, liebe Sportskameraden, ich bin Lothar von Angelurlaub.de und testete die 2 Bodden.

Mein Ziel war 20-Pfünder zu fangen. Begleiten tat mich meine mitangelnde (!!!) Lieblingsfrau “Monika”.
Bitte nicht ausspannen !!!

Ergebnis: 8 Hechte, davon 6 Hechte a 2 Pfund und 2 Hechte a 4 Pfund und ein Riese, der am Kahn vorbeibiss. Die 2-Pfünder sind ein Garant für guten Fortbestand.

Gerät: 270er Spinnrute, Wurfgewicht 20 bis 60 Gramm, 30er Schnur, Effzett 40 Gramm, meist silberfarbig.

Die Bodden bieten eine sehr große Wasserfläche zum Angeln, aber der größte Teil ist ca. 1 bis 1,5 m tief, d. h. man könnte an vielen Stellen mit der Watthose 100 bis 300 m hinein laufen. In der Fahrrinne, die durch rote und grüne Bojen gekennzeichnet ist, beträgt die Tiefe ca. 2 bis 4 m. Die Breite der Fahrrinne überschreitet selten 20 m.

Hechte kann man an vielen “Ecken” fangen, aber da wo man den Ersten fing, zieht es einen immer wieder hin, so dass die meisten Hecht im Breetzer Bodden gefangen wurden, und zwar nicht in der Fahrrinne, sondern direkt daneben in 1,5 m Wassertiefe.

Highlight: Ich blinkerte schon so eine Stunde vor mir her und plötzlich direkt vor dem Kahn, als ich den Blinker ins Boot heben wollte, ein Riesenschwall. Mir wurden die Knie weich, die Kinnlade fiel runter... das wär’s gewesen, wenn der Ar... nicht daneben gebissen hätte. Jetzt heiß wie Afrika, wurde das Umfeld systematisch Zentimeter für Zentimeter abgeblinkert, irgendwo muss er doch noch sein. Aber er, oder wahrscheinlich eine Sie, wollte nicht mehr.

In den Flautezeiten probierten wir es hier und da, aber ohne nennenswerte Erfolge. Da mir die Ruhe zum Posenfischen fehlt, kann ich trotzdem empfehlen, unbedingt den Köderfisch einzusetzen !!! Von den meisten Booten, die wir sahen, wurde “nur” geblinkert, so dass man annehmen kann, das die Hechte hier schon viele Erfahrungen in Sachen Kunstköder gesammelt haben.

Interessant war zu beobachten, als zwei Angler in Watthosen sich durch den Bodden blinkerten. Systematisch pflügten Sie in den Abendstunden das Wasser ab.  Wir schauten mal 10 min zu, aber sahen keinen Fang. Sicherlich handelte es sich hier um einheimische Angler, die genau wussten, was Sie taten.

Angelschein-Kontrolle: Die Wasser- schutzpolizei macht hier ständig Kontrollen bei den Bootsanglern. Und kassiert gerne
15 €. Wo für ? Für Ankern ohne Ankerball.

Was ist ein Ankerball ? Ich dachte als Besitzer eines Bootsführerscheines, das ist der Ball, der die Ankerleine kennzeichnet. Denkste !!! Das ist falsch. Der Ankerball (siehe Foto) ist beim Ankern am Boot befestigt und soll den anderen Booten signalisieren, dass geankert wird. Die Farbe des Ankerballes ist dunkel.

Ruderboot oder Motorboot ??? Aufgrund der großen Flächen und der oft starken Winde kann ich nur vom Ruderboot abraten.

Echolot ? Ja, aber zeitweise sind viele Quallen vorhanden, so dass es sich nur zur Tiefenfindung eignet.

Petri Heil !!!