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Die Jahreszeiten:

Frühjahr: Ab März bis ca. Mitte Juni ist  Hechtfischen angesagt. In den flachen Bereichen von der Schilfkante bis zur ersten Scharkante bei 3m Wassertiefe über den Resten der alten Krautbetten aus dem Vorjahr stehen die Hechte jetzt während und kurz nach der Laichzeit gehäuft.

Die Fischdichte in diesen Bereichen ist die Größte im ganzen Jahr, da jetzt auch die großen Freiwasserhechte zusätzlich zum „normalen“ Bestand in und an den Flachwasserzonen aufhalten. Hinzu kommt, dass der Krautbewuchs noch weitgehend fehlt oder noch gering  Mit Sicherheit ist es die beste Zeit zum Wurfangeln mit Kunstköder (Jerkbaits, Twichbaits, Wobbler, leichte Shads und auch Spinner und Blinker). Die Köder sollten zwischen 10 und 15cm groß sein und relativ natürliche Farben haben.

Beim Schleppfischen vor den flachen Bänken, ungefähr auf der 6 m – Linie, bestehen gute Chancen auf die ganz großen Hechtdamen, die nur kurz und relativ spät in die Flachwasserbereiche zum laichen ziehen.

Diese großen Fische warten vor der Kante bis Ihre Zeit gekommen ist und ziehen nach dem Ablaichen auch schnell wieder in dieses tiefere Wasser zurück.

An dieser fast im ganzen See ausgeprägten Kante lassen sich die Fische mit Wobblern ab ca. 15 cm bis XXL gut befischen. Auch große Shads (23 cm) an schweren Köpfen (30 bis 50 g) sind erfolgreich. Von Castaic die Realbaits und die Swimbaits ab 20 cm fangen ausgezeichnet.

Auch beim Schleppen sind natürliche Farben Trumpf. Beim Einsatz mehrerer Ruten sollte als Kontrastprogramm jedoch auch mal ein „Firetiger“ mitlaufen.  …..man weis ja nie so genau …. !

Die Schleppköder sollten zwischen 3 und 6 m laufen, da die Freiwasserhechte auf dem Rückweg vom Laichen erst einmal bis zum Fuß der Kante abtauchen. Im Verlauf des Mai`s und im Juni stehen Sie an den gleichen Stellen und teilweise auch schon wieder etwas weiter Draußen flacher und sind mit Ködern mit einer Lauftiefe von 2 m zu fangen.

Diese Grundmuster der Fischerei verschieben sich von Jahr zu Jahr, abhängig von der Großwetterlage und dem „Tageswetter“. Es gilt zu experimentieren und tagesaktuelle Infos zu erhalten und zu verarbeiten!

Kein Problem, da können wir weiterhelfen!


Sommer: Ab Mitte Juni bis Ende August wird Hecht und Barsch beim Wurfangeln mit kleineren Ködern auf den flachen Bänken über dem Kraut gefangen. Kleinere Jerks, Twichbaits, Gummifische und Twister an leichten Köpfen bis 7 g sowie Spinner der Größen 2 und 3 fangen jetzt über dem Kraut.

Die Lauftiefe der Köder sollte nicht größer als 1m sein, da andernfalls zu viele „Krautbisse“ das Fischen erschweren. Die Barsche muß man suchen, Hechte bis ca. 80 cm stehen immer an den Krautbänken und –Inseln.

Die großen Hechte stehen jetzt im Freiwasser und lassen sich beim Schleppen auch über tiefem Wasser mit Ködern ab 15 cm oberhalb der Sprungschicht (bei ca. 6 m) fangen. Strecke machen und suchen ist angesagt. Diese Fischerei ist mühsam, aber ein Meterhecht im Sommer bietet einen super Drill. Die Schleppköder sind die gleichen wie im Frühjahr, Flachläufer am Sideplaner sorgen für Überraschungen.

Das Zanderfischen ab Mitte Juni nach der Schonzeit ist etwas für Spezialisten, ich freue mich auf den ersten „Vertical – Profi“, der uns richtig aufmischt ! Der Zanderbestand nimmt zu (warum auch immer), wirklich spezialisiert hat sich bei uns jedoch noch niemand.

…… ein interessantes Aufgabengebiet für Cracks !


Herbst:  Die Fischerei ab Mitte September ähnelt der Frühjahrsangelei. Das Kraut auf den flachen Bänken wird welk und stirbt ab, damit wird das Kunstköderfischen wieder interessanter. Die Unterstände werden weniger und es muß  wieder mehr gejagt werden.  Beim Schleppen geht es jetzt wieder eine Etage tiefer auf 4 bis 6 m.

Das Fischen auf Barsch erreicht  seinen Höhepunkt. Möwenschwärme zeigen an wo die Post abgeht, und da sollte man möglichst schnell hin.

Gummi bis 6cm, Wobbler und Twichbaits bis 10cm, Kleine Spinner und Blinker, … wenn man „dabei“ ist fängt fast alles.

Nach den oberflächennahen Jagden ziehen sich die Barsche an die Kanten am Ufer und an den Bergen zurück. Tucken, Dropchots, Gummi, Wurm und kleine Köderfische für Posen und Zupfmontagen sollten Sie am Mann haben. Die gestreiften Gesellen sind sehr wählerisch.

Es gibt für mich keinen launischeren Fisch als den Barsch. Bei den Jagden, im Rausch, frisst er alles was kommt, in den Pausen dazwischen bringt er den Angler teilweise zur Verzweiflung.

Spezialisten machen das Limit von 20 Barschen pro Tag, wenn es läuft, schnell voll. Fische von 40 cm sind dann keine Seltenheit. 50 cm Fische werden jedes Jahr gefangen (leider nicht von mir) !


Winter: Ab Dezember wird das Wetter auf dem See ruppig, die Zeit der Hardcore – Fischer beginnt. Wer jetzt raus geht und gut vorbereitet ist, hat gute Chancen auf große Fische. In begrenzter Zeit, da die Fress-phasen kurz sind, und mit der richtigen Taktik sind außergewöhnliche Fänge möglich.

Als Anmerkung: Im Dezember 2008 hatte ich bei 7 Ausfahrten nur einen „Schneidertag“ bei kleinem Zeitaufwand (3 h pro Tag). Unsere Gäste haben beim Schleppen mehrere große Fische gefangen. Der größte Hecht hatte 1,23 m!
Die Jung`s waren eher Einsteiger, haben aber „Ihr Ding“ bei teilweise wirklich bescheidenem Wetter durchgezogen. Kompliment!

Die Winterfischerei ist heftig und wenig kalkulierbar. Wer sich einmal richtig die Kante geben möchte ist hier richtig. Wir liegen an der Westseite des Sees an der Leistener Lanke, der Wind ist somit beherrschbar.

Versuchen Sie es, bis zum Eis sind unsere Boote im Wasser und das Ferienhaus ist wunderbar warm.

Wir helfen Ihnen, soweit wir können, gerne zum Fisch durch optimale Rahmenbe- dingungen. Sie sollen Spaß und Freude im Urlaub erleben!

Wir freuen uns besonders, wenn Sie verantwortungsvoll mit den Fischbeständen umgehen. Vielen Dank schon jetzt!